Die Medien und ich

Ja…wie ich es schon in meinem Beitrag Wie ich beim Radio gelandet bin erwähnte, war die Standardantwort von mir, wenn mich im letzten Jahr (davor die Jahre war es immer „irgendwas kreatives“) jemand fragte, was ich denn nach der Schule machen wollte: irgendwas mit Medien.

Damit war ich dann erst mal fein raus, alle sagten „ahh okay“ und näher drauf eingehen musste ich dann gar nicht. Und das ist vielleicht genau das Problem: Die Medien bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Was denkt ein „Medien-Student“ über die Vielzahl? Hier lest ihr seine Antwort.

Heutzutage gehören sie einfach zum Alltag und in Zeiten der ganzen Influencer Karrieren ist die eigene Definition und Gebrauchsweise wohl auch eher frei wählbar. 

Welcher Medienbereich passt?

Was sind die Medien überhaupt alles genau?

Ursprünglich war meine grundsätzliche Anlaufstelle immer das Kreative, genauer eingegrenzt: die Werbung, gekoppelt mit Schreiben. Lässt sich ja theoretisch auch ganz gut vereinbaren…aber wie komme ich nun genau dort hin?  „Marketing und Werbung“  erschien mir da als passendster Studiengang.

In dem Bereich arbeitet eine FSJlerin an der VHS Osnabrück. Hier lest ihr, was ihre Aufgaben sind.

Wie ich aber schon angedeutet hatte, wollte ich 1. nicht direkt studieren und 2. wusste ich auch immer noch nicht ganz wohin mit mir – ob das jetzt das eine ist. Das Angebot war mir einfach zu groß und ist es wahrscheinlich immer noch. Dabei hatte ich bis dato ja schon nur das Schreiben in Betracht gezogen.

Zeitungen zu verkaufenSo, das führte mich dazu, dass man ja auch Journalismus studieren könnte, aber puuh… da angenommen zu werden oder eine möglicherweise unbezahlte „Ausbildung“… das gefiel mir nicht. Ich war weiterhin überfordert mit dem ganzen Angebot, weswegen meine Antwort, WENN dann mal jemand doch genauer nachfragte schon eher „Medienwissenschaften/Kommunikationswissenschaften“ war, denn das lässt sich ja auf nahezu alle Bereiche beziehen, oder?

Um jetzt aber mal von meiner Überforderung bei der Auswahl der Studiengänge generell hinwegzukommen, widmen wir uns lieber meinem überfüllten Kopf, was denn mit einem Studium jeglicher Art im Anschluss grob anzufangen wäre: doch Journalismus Schiene und somit entweder wie Karla Kolumna unterwegs sein oder schlichtweg „nur“ schreiben? Zu einer Werbeagentur gehen, um zu schreiben/zu gestalten? Reporterin fürs Fernsehen? Nachrichtensprecherin? Irgendwas im PR-Bereich irgendwo? Help.

Das FSJ als Hilfe bei meinem großen Fragezeichen?

Wie hilft mir nun mein FSJ dabei? Nun ja, die ganzen Berufsrichtungen, die das Sprechen beinhalten, wären ohne das FSJ beim Radio gar nicht auf der Liste in meinem Kopf gelandet. Eigentlich eher kontraproduktiv, weil ich Möglichkeiten für mögliche Wege in die Zukunftso noch mehr Möglichkeiten entdecke? Nein, auf gar keinen Fall. Viel besser, weil ich so etwas entdeckt habe, was mir sonst vielleicht niemals in den Sinn gekommen wäre. Also: MEHR CHANCEN! Und wenn irgendwie möglich, möchte ich diesen Aspekt auch gerne mal in meinem zukünftigen Beruf mit einbauen. Vielleicht dann ja auch live…

Ehrlich gesagt ist mir aber auch etwas eher negatives direkt am Anfang meines FSJ’s für die Zukunft aufgefallen: Ich mag nicht lange sitzen. Klingt vielleicht blöd, aber das zeigt mir, dass ich in meinem späteren Beruf (wenn möglich) mehr Bewegung brauche. Natürlich sitze ich die acht Stunden hier nicht immer nur rum, aber ich brauche eben noch mehr Bewegung. Und ich finde, das ist auf jeden Fall schon eine hilfreiche Erkenntnis, auch wenn sie noch so klein scheinen mag.

Der Stand der Dinge

Mein aktueller Punkt ist, dass ich nach dem FSJ studieren möchte. Keine Medienwissenschaften oder Kommunikationswissenschaften mehr, sondern etwas im speziell künstlerischen/sprachlichen Bereich oder Public Relations (PR). Ja, grundsätzlich vom Studium alles noch einmal komplett unterschiedlich, aber ich finde einfach alle drei interessant. Alles im sprachlichen Bereich (für deutsch zum Beispiel Linguistik oder Germanistik), weil mich nun letztendlich die Sprache selbst, ihre Herkunft und alle Verknüpfungen mit ihr am meisten faszinieren. 

Im künstlerischen Bereich habe ich mich für den Studiengang  Mediendesign  beworben, was Buntes Malen mit Tuschetatsächlich vor zwei/drei Jahren schon mal meine Idee war. Da werde ich also sehen, falls ich angenommen werde, ob ich das als Zeichen sehe, oder trotzdem die Sprache bevorzuge. 

Und  PR/Öffentlichkeitsarbeit  habe ich tatsächlich durch das FSJ weiter für mich entdeckt. Es gibt neben den Gruppen Seminaren auch ein freiwählbares zu echt coolen Themen. Und genau da fiel meine Erstwahl auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Am Rande bemerkt: Es gab auch eins, das nannte sich „Irgendwas mit Medien“!

Auch wenn ich in den drei Seminartagen natürlich nicht ansatzweise soviel über einen Beruf wie hier an meinem Arbeitsplatz direkt erfahren konnte und deswegen meine Einschätzung auch auf wackligen Beinen steht, hat es anscheinend an spannenden Infos gereicht, um auf meine Studium Top Liste zu kommen. Also mal schauen, wenn etwas irgendwie erweiternde Infos liefern sollte, werde ich im Sommer noch mal ein Update zu meinen Fragezeichen geben. Ich bin mir sicher, dass ich dann meiner Antwort auf „Irgendwas mit Medien?“ weiterhin näher gekommen bin. 

 

Wer mehr Input braucht:

Interview mit einem Freiwilligen

Mein Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Seminar

Ein Weg in die Medien: Studium Kommunikationsmanagement

Medien und Kultur – wie geht das?

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