Mein Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Seminar

Anfang Dezember 2019 besuchte ich innerhalb des FSJ’s das Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Seminar. Das fand in Hannover statt und ging, wie alle freiwählbaren Bildungstage, drei Tage lang.

Organisatorisches

Um alle zu beruhigen: Die Möglichkeiten an freiwählbaren Bildungstagen findet ihr frühzeitig in einem Prospekt zu eurem FSJ, das ihr noch vor dem Start im September erhaltet. Die Frist liegt relativ „zu Beginn“ des FSJ’s, weswegen ich meine Wahl auch schon schnell traf. Meist wird da aber auch noch einmal beim ersten Seminar, dem Einstiegsseminar, dran erinnert. Mein Erstwunsch wurde zu meiner Freude auch Realität, was mein Zweitwunsch war, weiß ich gerade schon gar nicht mehr genau. Wahrscheinlich war es irgendwas im Kunstbereich.

Fakt am Rande: Bei den freiwählbaren Bildungstagen kommen FSJ Kultur und FSJ Politik zusammen, da wird bei der Seminar-Auswahl nicht unterschieden. Ich hatte zum Beispiel auch eine Gruppe aus beiden Bereichen gemischt.

Meine Orientierungslosigkeit

Wie bei allen anderen Seminaren auch wohnten wir in der Zeit gemeinsam in einer Art Herberge, die auch gleich die Seminarräume beinhaltete. Direkt als ich ankam, war ich erstmal verwirrt, denn auf dem ersten Schild, das ich sah, stand „Spurensuche“. So hieß ein anderes Seminar, das die eigenen Fähigkeiten und Interessen vertiefen sollte, um daraus den bestpassendsten Beruf zu finden. Dafür hatte ich mich also gar nicht angemeldet. Meine Fragezeichen lösten sich dann schnell in Luft auf, als ich erfuhr, dass die Seminare parallel stattfinden und das zur Öffentlichkeitsarbeit sich nur in einem anderen Gebäudeteil befindet. 

In der Teilnehmerliste meines Seminares (die erhaltet ihr im Voraus, damit ihr auch überhaupt wisst, in welchem ihr selbst gelandet seid) stand auch schon ein mir bekannter Name aus der Gruppe Ems. Wuhu, ein Name weniger, den ich mir neu merken muss! Noch mehr bekannte Gesichter traf ich dann, als die Spurensuchen-Gruppe eintrudelte. Praktisch ein Viertel aller Teilnehmer*innen stammte aus der Gruppe Ems. Das war natürlich super cool, da wir die Abende auch alle zusammen verbrachten – bedeutete für mich gute Unterhaltung und auch noch weniger Namen lernen! So machten wir den einen Abend den Hannoveraner Weihnachtsmarkt unsicher oder starteten spontan eine Song-Erraten-Session. Lacher waren wie beim Einstiegsseminar garantiert und ich lernte neue coole Leute und Geschichten kennen. Suuuper erfolgreich also auch schon mal auf dieser Ebene. 

Wie lief das Seminar ab?

So lautete die Seminarbeschreibung: 

PR und Öffentlichkeitsarbeit

Quelle: www.fsjkultur.lkjnds.de

Morgens sind wir wie bei jedem Seminar mit einem Frühstück gestartet. Dann teilten wir uns in die zwei Seminargruppen auf. Wir waren ungefähr zwölf Leute in der P.-/Ö.Gruppe. Also eine gemütliche Runde, auch die Seminarleiterin mochte ich direkt von Anfang an. Sie war sehr locker drauf und erzählte echt spannende Dinge von ihrer beruflichen Laufbahn. Sie arbeitete lange Zeit beim Schauspiel Hannover in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mir kam es auch gerade recht, dass sie uns all ihre Methoden und Infos zur Pressearbeit aus dem Theaterbereich lieferte – ich liebe Theater(spielen). Der erste Tag war vielleicht etwas zäh, als wir erst mal einen Haufen an Begrifflichkeiten klärten. Dann aber ging es weiter mit der Öffentlichkeitsarbeit. Wir redeten über die eigene Repräsentation und wie man am besten auf sich aufmerksam macht. Das half mir auch ein Stück weit für meinen Blog, auch wenn meine Präsentation dafür natürlich nicht in dem Ausmaß benötigt wird/wurde. 

Merch wurde zu einem großen Thema, in dem ich auch richtig aufging. Bei der Ideenschmiede dazu war ich auch hochmotiviert und das war einer der Eingebungs-Momente: Wow, das kann ja richtig spannend sein, auch für mich. Mir macht das echt Spaß. Vielleicht auch deswegen, weil ich hier Verbindungen zu meinem ursprünglichen Ansatz, in Richtung Werbung gehen zu wollen, (siehe Die Medien und ich) wiederfand.

Was wir auch noch machten, wir schauten zusammen die Homepages unserer Einsatzstellen an. Wie sind die aufgebaut, was ist kontraproduktiv für den Betrachter, was zeichnet eine gute Homepage aus. Letztendlich bezog ich unser Fazit größtenteils auf meine Blog-Planung, und dafür war es echt hilfreich.  

Meine eigene Kampagnenplanung

Das Highlight begann dann nachmittags am zweiten Tag. Wir bekamen den Auftrag grüppchenweise eine Kampagne zu planen. Was, wann, wo, mit wem und am wichtigsten: Mit welchen Mitteln sollte das Ganze nach außen an die Öffentlichkeit getragen werden? Meine Gruppe plante eine Theaterpremiere, „Robin Hood“, die wir letztendlich zu einer wirklich sehr Tickets für die Theateraufführung wichtigen machten, um überhaupt auch eine anständige Kampagne dafür planen zu können. Und da steckten wir echt all unsere Energie rein. Es war eine riesige Ideenwerkstatt in unserer Gruppe, gekoppelt mit den witzigsten, sinnlosesten Ideen überhaupt. Und da hatte ich den nächsten Moment: Wie geil ist es, sich Werbemittel zu überlegen und da ein richtiges Konzept für herauszuarbeiten. 

Werbung mit Schildern

Wir hatten schließlich so viele Veranstaltungen im Voraus, Charity-Aktionen und Werbeprodukte – die hätten wahrscheinlich für ein Robin Hood Jahresprogramm gereicht. Die Seminarleiterin war auch begeistert. Ich muss wohl auch erwähnen, dass wir für die Kampagne kein Budget  gesetzt hatten. Womöglich hätte sich mein Spaß dann auch ein wenig verringert, was meine Ideen anging. So war es insgesamt einfach klasse und ich war mega zufrieden mit unserem Ergebnis. 

Mini-Fazit

Aus dem Seminar ging ich schließlich mit einem Haufen Ideen für Merchprodukte, einem Eindruck von der PR- und Öffentlichkeitsarbeit, neuen Begrifflichkeiten und irgendwie wohl auch einem neuen Blick auf die Zukunft. Rückblickend bin ich mehr als zufrieden mit meiner Wahl. 

 

Wer mehr Input braucht: 

Welche Seminare ihr machen müsst

Ein Weg in die Medien: Studium

Medien und Kultur – wie geht das?

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