Warum ihr euch auf die Seminare freuen könnt

Meine erste Seminar-Erfahrung

Also am Morgen vom ersten Seminar, als ich mich auf den Weg zum Lingener Bahnhof machte, um von dort aus mit zwei weiteren FSJler*innen den Zug nach Papenburg zu nehmen, war ich dann doch ein Stück weit aufgeregt. Ich hatte zwar noch Gesichter von der Auftaktveranstaltung in Hannover im Kopf, aber die Namen dazu waren mir flöten gegangen. Wie gut, dass man sich heutzutage sofort vernetzen kann, was wir nach dem Hannover Treffen auch getan hatten. Das brachte mir ein paar Namen zurück.

Für weitere Fortschritte sorgten dann die vielen Namensspiele, mit denen Würfel mit Buchstabenwir die ersten beiden Tage überschüttet wurden. Darüber, wie kreativ die waren, kann man sich jetzt vielleicht streiten, aber ich kannte die meisten noch nicht und das ist bei Namensspielen finde ich schon eine Leistung – zum Verhängnis wurde uns da aber auch unser Jahresmotto „In Bewegung“, das anscheinend auch täglich als morgendliches Motto galt.

Um der Überschrift des Blogeintrags noch näher zu kommen: Ich erinnere mich an einen Moment, der sicherlich zwölf Minuten lang ging, in dem wir im Gemeinschaftsraum mit ein paar Leuten saßen und einfach aus dem Lachen nicht mehr raus kamen. Das kann natürlich auch dem fehlenden Schlaf zuzuschreiben zu sein, aber es blieb mir, wie man sieht, auf jeden Fall in Erinnerung. Ich habe keine Ahnung mehr, worüber wir gelacht haben und ein paar fragend blickende Andere in dem Moment ebenso wenig.

Und das Beste daran, merke ich gerade, als ich Einige zum ersten Mal nach zwei vergangenen Monaten beim Orientierungstag im November wieder sah, gab es diesen Moment so ähnlich direkt am Anfang gleich noch einmal.

Also eins hat mir das Seminar auf jeden Fall gebracht: Ganz viele Lachmomente und neue „Insider“, wie man so schön sagt. Und ich finde, das ist ein ganz wichtiger Bestandteil des FSJ‘s: Neue Menschen kennen lernen, Kontakte knüpfen, Geschichten hören, sich austauschen und neue Regionen kennen lernen.

So läuft das Seminar ab

Das ist jetzt eine ganz flexible Variante. Denn natürlich ist jedes Seminar anders und das hat auch seinen Sinn. Deswegen nur eine grobe Vorstellung:

  • Es gibt jeden Morgen ein gemeinsames Frühstück
  • Dann beginnt das gemeinsame Vormittagsprogramm mit ganz viel Sitzkreis und noch viel mehr Bewegung … da wird man ordentlich wach gerüttelt
  • Dann gehts weiter mit Methodik oder den Werkstätten (in meinem Fall war das die Theaterwerkstatt)
  • Mittagessen, das in Rhauderfehn zum Beispiel echt immer abwechslungsreich war
  • Als nächstes kommt Methodik, gemeinsames Chillen oder Arbeiten in den Werkstätten und ganz viele zwischen drin Gespräche, denn dafür ist immer Zeit
  • Abendessen, auch wieder Kompliment an Rhauderfehn, wo es meist noch mal Warmes gab
  • Freie Abendgestaltung, die wir uns zusammen organisiert haben (Matratzenrutschen in Planung…)
  • Am letzten Abend gibt es immer eine Kulturshow, die eure FSJ Gruppe alleine gestaltet, dort präsentiert ihr die Arbeiten aus den Werkstätten und macht vor allem eins: Die Woche ehrenvoll beenden!

So beinhaltet mein Blog-Eintrag zum Seminar auch keine ellenlangen Texte zu exakten Themen etc., denn diese werden wohl nicht für immer in meiner Erinnerung bleiben (Auch wenn man die Mühe in eurer Methodik erkannt hat! Kleines Danke an unser Seminar-Orga-Team!), die zwischenmenschlichen Momente dagegen schwirren bestimmt noch lange nach dem FSJ in meinem Kopf rum.

Gemeinsames arbeiten für die Show

Update: Zwischenseminar

Inzwischen habe ich mein zweites Seminar hinter mir – das Zwischen- oder auch Kreativseminar genannt – und ich muss sagen, es war schon sehr anders zum ersten. Nicht vom Spaßfaktor, aber vom Aufbau. Der Fokus lag eindeutig auf den Werkstätten, mit denen wir den Großteil des Tages verbrachten.

Ich hatte die Schreibwerkstatt gewählt und war auch reingekommen – ein sehr großes Glück im Nachhinein. Da ich Schreiben und Sprache ja ohnehin schon liebe und auch fleißig von Kindheit an immer mal wieder mehr oder weniger sinnvolles Zeug schrieb, war es für mich ein Traum-Workshop. Der Referent zeigte uns in der Woche mit verschiedenen Methoden, wie man langsam eine eigene Kurzgeschichte aufbaut und zusammenstellt, wie man lesenswerte Charaktere „erstellt“ und warum Adjektive doof sind. Die einzelnen Schritte stellten sich echt als hilfreich heraus – auch auf die Zukunft bezogen. Ich hoffe doch, dass sie mich auch noch nach dem Seminar treu begleiten.

Präsentieren der Ergebnisse

Und auch die Gemeinschaft, die beim fleißigen Schreiben und daraus folgenden Händeschwitzen entstanden ist, war mal wieder super lustig. So bekam ich auch endlich mal gute Ideen für die Namen meiner Charaktere und lernte ein paar weitere plattdeutsche Wörter.

Mein Fazit

Das zweite Seminar war für mich also verstärkt inhaltlich ein Erfolg und ich gehe mit einem Haufen an Schreibeindrücken/-ideen heraus, ich war noch müder als beim Einstiegsseminar und ich glaube es ging nicht nur mir so.

 

Wer mehr Input braucht:

Welche Seminare ihr machen müsst

FSJ Kultur 2019/20 – In Bewegung

Mein erstes Webinar

Einsatzstellenaustausch 

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