Wie ihr eure Bewerbung mit Leben füllt

Meine Bewerbungen

Wer vielleicht schon meine Einträge zum Start meines FSJ’s oder auch manch ein Interview auf meinem Blog gelesen hat, weiß, dass für die FSJ-Bewerbung über die LKJ nur ein kleines Motivationsschreiben benötigt wird. Für mich war es eine große Challenge auch dort möglichst alles tolle und wichtige, was ich schon so gemacht habe, rein zu tun. Ich wollte wirklich viel erzählen – zu viel für das kleine Schreibkästchen.

Wie läuft die Bewerbung für das FSJ genau ab?

Deswegen habe ich mein Bestes gegeben, auch nur das Motivationsschreiben schon mit so viel Leben wie möglich zu füllen. Aber viel ausgiebiger konnte ich das bei meinen anderen Bewerbungen machen, die nicht über die LKJ liefen.

Und davon erzähle ich euch in diesem Blogeintrag.

Was braucht ihr alles?

Ich habe für mehrere FSJ-Stellen, die ich über die Homepage des jeweiligen Betriebs gefunden hatte, eine komplette Bewerbung angefertigt und auch daran viel Spaß gehabt – schreiben ist schreiben, in welcher Art auch immer. Und bei Bewerbungen kann (und sollte) man auch so abgefahrene Formulierungen reinhauen, Wörter verwenden, die euch wie ein Heiligtum darstellen und eigentlich insgesamt mit den Satzkonstruktionen vollkommen ausrasten – ein Traum!

Kommen wir aber erst mal zu den Grundlagen. Denn das ganze Geschriebene muss ja auch richtig sortiert werden. Was gehört in welchen Teil? Wo erzählt ihr von euren Erfahrungen? Wo kommt eure Begründung für die Wahl des Betriebs hin?

Meine Zusammenstellung 

Seite 1: Deckblatt

Seite 2: Bewerbungsschreiben (Anschreiben)

Seite 3: Lebenslauf

Seite 4: Motivationsschreiben

(Seite 5f.: Nachweise)

Vorlagen und Muster

Bevor ich angefangen habe wild drauf los zu schreiben, habe ich erst mal alles weitere benötigte zusammengesucht, um mir auch im Klaren darüber zu sein, was ich schon alles für Erfahrungen gesammelt habe, die ich dann direkt in meinen Texte einbinden kann.

Darunter fallen  Bewerbungsfotos  Nachweise/Zeugnisse  (falls erforderlich) und auch ein  Strukturformat  mit dem ihr eure Bewerbung aufbauen wollt. Es gibt davon im Internet viele Vorlagen, die ihr euch kostenlos herunterladen könnt, in unterschiedlichen Farben/Motiven/Mustern/Formaten usw. Da könnt ihr eure Angaben dann einfach einfügen und Schriftart und -größe noch einmal selbst anpassen.

Ihr wollt eure eigene Vorlage? Tipps zur Lebenslaufgestaltung in Word: https://www.lebenslauf.de/ratgeber/lebenslauf/tipps/lebenslauf-mit-word/

Hinweis: Meiner Ansicht nach sollte man mit Effekten und Farbakzenten sehr vorsichtig sein, sonst wird eure Bewerbung schnell unseriös! Das Hauptaugenmerk sollte noch immer auf eurem Inhalt liegen, nicht auf einer bunt verzierten Umrandung.

Ich habe solch eine Vorlage zum Beispiel für mein Deckblatt genutzt. Jedoch habe ich für alle weiteren Seiten selbst eine abgewandelte Variante in Word erstellt, die sich aber dennoch an der Farbe des Deckblatts orientiert, damit es einfach einheitlich und schöner zum durchblättern bzw. lesen in der E-Mail ist. Hilfreich ist da auch noch einmal zu schauen, wofür ihr euch bewerbt. Ich habe mich zum Beispiel beim Staatstheater Wiesbaden beworben, also wollte ich etwas nicht allzu steifes, sondern farbenfrohes für meine Bewerbung haben.

Kleiner Fakt am Rande: In Wiesbaden erhielt ich auch noch eine sehr freundliche Rückmeldung auf meine Bewerbung und eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Da mein FSJ dort erst im Oktober begonnen hätte, kam die aber auch erst, als ich mich schon für die EVW entschieden hatte.

So wenn diese Vorbereitungsschritte erledigt sind, kann es auch schon an das Schreiben gehen, juhu!

Schleimen ohne zu schleimen (aber doch schleimen)

Um die Arbeitgeber von sich zu überzeugen, möchte man natürlich unbedingt alle seiner positiven Seiten zeigen. Was sind eure Stärken? Welche besonderen Erfahrungen konntet ihr schon sammeln?  Warum seid nur ihr perfekt für die Stelle? 

Gerade deswegen war ich im Nachhinein so froh, für alle Stellen, die ich fand, das volle Paket geliefert zu haben. Manche Betriebe hatten ihrer Antwort nach nicht damit gerechnet und waren davon schon positiv überrascht. Wichtig ist aber natürlich: Wenn die auserwählte Betriebsseite angibt, was genau sie haben möchten, dann liefert ihnen auch nur das. Die wenigsten werden fünf oder mehr Seiten lesen, wenn sie eigentlich nur einen Lebenslauf haben wollen.

Während ich mich an den Formalitäten (Anschreiben nicht länger als eine Seite etc.) langhangele, probiere ich immer mit einem Blick auf den Betrieb zu schreiben. Das heißt, ihr bietet eurem potenziellen Arbeitgeber Qualitäten, die ihr für eure Tätigkeit benötigt. Das ist sozusagen die Grundlage. Noch besser ist es dann natürlich, wenn ihr mit Fähigkeiten punkten könnt, die darüber hinaus gehen. Die verschiedenen Aspekte habe ich vor allem in meinem Motivationsschreiben festgehalten. Da könnt ihr dann zum Beispiel Überschriften wie  „Was mich aus macht“ ,  „Meine Stärken“ ,  „Meine Erfahrungen“ ,  „Meine Motivationen“  benutzen.

Recherche zahlt sich aus

Wie ich es schon immer wieder andeutete: Bringt den Betrieb ausreichend mit ein. Schleimt euch ein, wie toll er ist und warum ihr unbedingt dort und auch nur dort arbeiten möchtet. Dafür ist Recherche das A und O. Natürlich soll das kein Bericht über die Geschichte eures Betriebs sein – der Arbeitnehmer kennt ihn ja ohnenhin besser als ihr -, aber immer mal wieder ein Bezug kommt bestimmt gut. Das kann ein besonderes Engagement des Unternehmens sein, für dessen Thema ihr euch aus den und den Gründen auch lange schon interessiert. Oder auch eine aktuelle Kampagne, wo ihr euch durch die und die Erfahrungen gut vorstellen könnt mitzuwirken.

 

Wer mehr Input braucht:

Medien und Kultur – wie geht das?

FSJ – und dann?

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